12. Mai, ein Join-up
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Hier sieht Gwendoline so brav aus.... Aber sie
hat Carl heute wieder mächtig geärgert. Erst mußte sie mittags zwei Stunden ruhig im Hof stehen, während ihr die neuen Hufschuhe angepaßt wurden. Dann ging Carl mit ihr spazieren, und sie benahm sich noch schlechter als in den letzten Tagen. Sie blieb immer wieder stehen oder zog Carl im Trab durch die Gegend. So konnte es nicht weitergehen.... |
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| Also beschlossen
wir, sie ein wenig mit der Gerte über die Koppeln zu treiben. Aber mir schwebte eher ein join-up nach Monty Roberts vor.... Also brachten wir Alena und Amagedeon auf das Dreiecksgrundstück und sperrten Gwennie in die vordere, quadratische Koppel. Einen Longierzirkel oder roundpen gibt es in Hausen leider nicht. |
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| Und nun schickte Carl sie vorwärts.... |
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| In freier
Wildbahn werden Pferde, die sich schlecht benommen haben, von einem
ranghöheren Tier aus der Herde herausgetrieben und solange umhergetrieben, bis sie Demut zeigen und um Wiederaufnahme in die Herde bitten. Sie geben dabei eindeutige Zeichen. Monty Roberts nennt dieses "join-up". Es dient dem Menschen dazu, sich wieder den nötigen Respekt zu verschaffen. Schließlich muß der Mensch immer das ranghöhere Tier für das Pferd sein. |
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| Wenn sie langsamer wurde oder in einer der Ecken hielt, trieb Carl sie gleich wieder in den Galopp, von sich weg. |
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